Versammlung der Burschenschaft hat einstimmig entschieden

2015 03 21 kirmes genehmigtAm Samstag, 21. März 2015 wurde in der Niederschelder Gaststätte "Zum Persischen Golf" die Frage aller Fragen gestellt: Soll es im Jahr 2015 eine Kirmes geben? Alle Anwesenden haben einstimmig für die Ausrichtung des Volksfestes gestimmt. Zuvor hatte Dennis Kaiser, Kirmesvater von 2007 bis 2013, die Versammlung pünktlich um 20:00 Uhr eröffnet. In der, bis zum letzten Platz gefüllten, Kneipe fanden sich neben der Niederschelder Burschenschaft auch Vertreter der wichtigen Kirmesgruppen, wie die Mordgeschichte 2015 und 2017, die 50-Jährigen (Jahrgänge 1964 und 1965) und die Acht Ältesten ein. Nach dem Beschluss für die Kirmes wurden die Kirmeseltern gewählt. Traditionell begann dies mit dem Amt des Kirmesvaters, für das sich Patrick Hofmann als einziger Kandidat zur Wahl stellte und einstimmig gewählt wurde. Ihm folgte die Kirmesmutter. Auch hier wurde Sina Buckard als einzige Kandidatin von allen Anwesenden einstimmig gewählt. Mit der Wahl der Kirmeseltern endete offiziell die Amtszeit von Dennis Kaiser und Tamara Metz (Kirmesmutter von 2009 bis 2013). Der neue Kirmesvater hatte von nun an das Wort.


Die Schelder Kirmes 2015 sei auch eine "Umbruchkirmes", so Hofmann in seiner Eröffnungsrede. Nach vielen Jahren, in denen die Veranstaltung von der Burschenschaft organisiert wurde, sei nun die Zeit gekommen, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Es werde ein Verein gegründet, der die Veranstaltung trägt und alle rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten steuert. Hierdurch soll die Kirmes ein solides Fundament erhalten, damit sie auch in 20, 30 oder mehr Jahren erfolgreich stattfinden kann. Nicht unerwähnt blieb, dass damit auch mehr Arbeit auf die Burschenschaft und die Mitglieder des Vereins zukommt. In besonderem Maße trifft es die Acht Ältesten, die sich traditionsgemäß um die Organisation der Kirmes kümmern. Abschließend warf Hofmann einen optimistischen Blick in die Zukunft. Aufgrund der guten Gemeinschaft der Acht Ältesten, der Mordgeschichte, der 50-Jährigen und der Burschenschaft habe er keine Bedenken, dass die Schelder Kirmes jemals ins Wanken gerät. Vor allem das Traditionsbewusstsein der Niederschelder, die maßgeblich zum Gelingen der wohl traditionsreichsten und ältesten Kirmes in Mittelhessen beitragen, sei es gedankt, dass die alle zwei Jahre stattfindende Kirmes jedes Mal zu einem Höhepunkt im heimischen Veranstaltungskalender wird. So lange dieses Bewusstsein in den Köpfen ist, sieht er noch viele Kirmesveranstaltung auf das Dorf zukommen.

Zum Abschluss ertönte auf die Frage "Wem is die Schelder Krimes?" aus allen Kehlen ein nicht zu überhörendes "Uuuhhhser".